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Erschienen am 12.12.2022

Der Teamtreff-Newsletter erklärt heute, wie die atz als Ganzes organisiert ist - für alle, die bislang nur ihr Redaktionsteam kennen.

Ein Verein der Selbsthilfe

In diesen Tagen erreichte unsere Redaktionen und Vertragspartner ein bunter Gruß zum Jahresende. (Wenn er noch nicht an alle Aktiven weitergegeben wurde: Sie können ihn herunterladen: www.blindenzeitung.de/images/atz/Weihnachtsinfo2022.pdf). Wenn Sie den Gruß des Vorsitzenden Siegfried Volkert lesen, dann fragen Sie sich vielleicht: Wie ist die atz eigentlich organisiert? Das Wichtigste dazu hier:

Als vor 50 Jahren der blinde Phonotypist Hans-Dieter Seiler die "Holzmindener Blindenzeitung" gründete, war das ein ziemlich privates Ereignis: Für sich und zwölf andere Menschen mit Seheinschränkung las eine Jugendgruppe der Kirchengemeinde aus der Lokalzeitung vor, Kopien auf Spulentonband und Cassette machte er selbst, die Familie half mit. Als sein Projekt größer wurde, brauchte es eine eigene Struktur - also gründete man 1976 einen Verein, die Aktion Tonband-Zeitung für Blinde e.V. Der Verein konnte Spenden annehmen und Personal einstellen, denn das Projekt wuchs rasant, zog mehrfach in größere Räume um. Getragen wurde der Verein von einer überschaubaren Gruppe überwiegend selbst blinder Menschen, denn der Gedanke der Selbsthilfe prägt ihn bis heute; zwar braucht es "sehendes Personal", aber die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer bestimmen den Auftrag und die Umsetzung. Ursprüngliche Ideen, alle Hörerinnen und Hörer zu Vereinsmitgliedern zu machen, wurden verworfen; zu groß wäre der Bürokratieaufwand.

Einige besonders engagierte Mitglieder konnten im Lauf der Jahrzehnte aus dem Hörerkreis gewonnen werden, auch etliche der Ehrenamtlichen übernahmen Verantwortung und ergänzten so den schrumpfenden Kreis der Gründungsmitglieder. Ergänzt wurde die übliche Vereinsstruktur aus Mitgliederversammlung und gewähltem Vorstand durch eine Art Beirat, die Redaktionenkonferenz. Sie entstand aus Treffen der ehrenamtlich tätigen Redaktionsgruppen, ohne die die Arbeit der atz undenkbar wäre, und soll sicherstellen, dass die Arbeitspraxis vor Ort bei allen Entscheidungen des Vereins berücksichtigt wird. Dieser "basisdemokratische" Ansatz der 80er-Jahre führte zu einem dauerhaften freundschaftlichen Miteinander beider Seiten.

Der kleine Kreis der aktiven Vereinsmitglieder beschloss zwischenzeitlich nicht nur eine Änderung des Vereinsnamens (das "Tonband" hatte ausgedient), sondern regelte auch die Neuausrichtung des Vereins im Jahr 2020: Die Vereinszentrale in Holzminden, die in der Blütezeit um die Jahrtausendwende bis zu sechs Personen gleichzeitig beschäftigte, darunter laufend wechselnde "Zivis" oder "Bufdis", wäre auf Dauer nicht zu halten. Denn unsere Art der Informationsvermittlung ist in digitalen Zeiten, in denen jedes Handy Texte vorlesen kann, längst nicht mehr so gefragt wie früher. Eine Neuausrichtung war nötig, als sich der langjährige Geschäftsführer der Rente näherte.

Das Angebot für diejenigen, die menschliche Stimmen und handverlesene Texte weiterhin schätzen, wird mittlerweile im Haus der Hörbücherei WBH in Münster organisiert, die seit über 50 Jahren Hörbücher und Hörzeitschriften produziert. Deren Personal versorgt nun die Redaktionen und die Hörerschaft der atz. So kann der Einsatz vom Kundentelefon bis zum CD-Kopieren flexibel gestaltet werden. Rechtlich wie organisatorisch bleibt die atz getrennt vom Hörbüchereibetrieb. Und so hat sie also auch einen eigenen Vereinsvorstand. Nur der Geschäftsführer ist für beide zuständig und regiert beide auch von einem einzigen Schreibtisch. Finanziell ist die Trennung übrigens wichtig, denn die atz wird fast ausschließlich aus Nutzungsentgelten bezahlt, also ohne öffentlich Zuschüsse auskommen mus..

Mehr aus der Geschichte der atz finden Sie auch im Bereich Teamtreff auf der atz-Homepage www.blindenzeitung.de. Und damit verabschiedet sich der Teamtreff-Newsletter für dieses Jahr. Wenn wir etwas tun können, was Ihr Engagement für die atz-Hörzeitungen fördert: Lassen Sie es uns wissen. Mit Dank für Ihr und Euer Interesse. grüßt (aus dem Leseteam Holzminden der atz, das nach dem Vereinsumzug dort weiter aktiv ist): Hermann Dremel.

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