Hörmedien für
Sehbehinderte
und Blinde

Warum wir keine Räuspertaste brauchen

In jedem Radiostudio gibt es eine "Räuspertaste", mit der man kurz das das Mikrofon stummschalten kann, um kurz zu husten. Für unsere Aufnahmen wäre sie nicht optimal: Die "Sendung" liefe weiter, man hätte also eine Pause (und weil bei Nicht-Studio-Aufnahmen dann auch der Hintergrundton aussetzt, würde man die auch deutlicher hören als im Radio).

Die super-einfache Versprecherkorrektur unserer Daisy-Software hilft aber praktisch genauso gut: Wenn Sie beim Sprechen irgendetwas stört (eine falscher Zungenschlag oder ein Frosch im Hals), drücken Sie die Leertaste. Die Aufnahme stoppt, Sie hören sofort den Beginn des dadurch unterbrochenen Satzes, husten sich aus, drücken zweimal F8 und sprechen denselben Satz nochmal.

Wenn Sie einen Satz noch sauber beenden konnte, bevor Sie husten mussten, sollten Sie aber nach dem Stoppen der Aufnahme einmal die Pfeil-Runter-Taste benutzen, damit die Aufnahmeposition nicht auf dem letzten "intakten" Satz steht und dieser nach dem Neustart übersprochen würde. Alternative: Man lasse den Anfang des Hustenanfalls noch aufnehmen, stoppe dann erst - und diese Fehlerstelle wird dann richtigerweise mit dem nächsten Aufnahmestart wieder überspielt.

Wenn man sich angewöhnt, die Tastatur dabei leise anzuschlagen, erzielt man perfekte, will heißen: unhörbare Ergebnisse. Mit ein wenig Übung vermisst man dann die klassische Räuspertaste nicht mehr, selbst wenn man sie aus anderen Zusammenhängen kennt.

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