Hörmedien für
Sehbehinderte
und Blinde

Selbstdarstellung in Daisy-Zeiten: Worauf man achten sollte

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Anregungen für eine zeitgemäße Darstellung der Hörmedien für Sehbehinderte und Blinde. Mit Daisy haben wir ein modernes Medium, zu dem die Selbstdarstellung passen sollte.

Öffentlichkeitsarbeit für digitale Hörzeitungen

Das Daisy-Format ist modernste Technik, aber außerhalb der Blinden-Selbsthilfe wenig bekannt. Deshalb ist zeitgemäße atz-Öffentlichkeitsarbeit wichtiger denn je. Einige Anregungen, gesammelt auf unseren Redaktionenkonferenzen:

"Wir sind atz"

Alle Hörmedien sollten einheitliche Begriffe verwenden. Der Herausgeber heißt "atz Hörmedien für Sehbehinderte und Blinde e.V.". Diese Bezeichnung gehört in den Vorspann und das Impressum jeder Hörzeitung.

Der historische Vereinsname und alle anderen Verweise auf die "Tonbandzeitung" sollte nicht mehr auf Infoblättern, Pressemitteilungen oder Briefbögen der Redaktionen auftauchen.

Bei allen Infos und Aktionen sollte auf das gesamte Angebot der atz hingewiesen werden. Die vielen Abonnenten der Monatsmagazine tragen dazu bei, dass auch lokale Hörzeitungen mit wenig Hörern weiter erscheinen können.

"Wir verkaufen nicht, wir informieren"

Wenn wir neue Hörer gewinnen möchten, ist es ratsam, die Begriffe Werbung und vor allem Zeitungs-Abo zu vermeiden, da sie negativ besetzt sind. Wir bieten Informationen für Sehbehinderte und Blinde an, keine kommerziellen Produkte!

Man muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden. Viele Ideen und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit finden sich auf diesen Internetseiten, auch Vorschläge zu Formulierungen und Gestaltungsvorlagen. Für Hilfen im konkreten Einzelfall sprechen Sie gerne die atz-Zentrale an.

Für Aktionen in der Öffentlichkeit bietet sich der auffällige gelbe Info-Turm mit vielen Fotos der atz an. Als Schnellbausatz verleiht ihn die Pressezentrale, eine frühzeitige Bestellung ist ratsam.

Promis als Zugpferde

Die Presse wird eher reagieren, wenn lokale Prominenz unsere Hörzeitung unterstützt. Ist kein Journalist vor Ort, schreibt man nachher selbst eine Pressemitteilung über den Besuch (des Bürgermeisters, eines bekannten Künstlers oder Sportlers) bei der atz-Redaktion.

Möglich ist auch, Prominente einmal Artikel lesen zu lassen oder zu einem öffentlichen Casting für Sprecher einzuladen.

Vernetzung ist wichtig

Enger Kontakt zum örtlichen Blinden- und Sehbehindertenverein ist immer wichtig. Vielleicht kann man auf einer Veranstaltung einmal die Hörzeitung vorführen - mit allen Navigationsmöglichkeiten auf dem daisy-Player. Möglich sind Freiabos als Gewinne für eine Tombola (Pressezentrale ansprechen!)

In einigen Orten gibt es auch Selbsthilfegruppen, etwa von Pro Retina oder dem Bund zur Förderung Sehbehinderter (BFS e.V.), die unser Angebot kennen sollten.

Nützlich ist auch, als Hörzeitung bei den Koordinationsstellen für Selbsthilfegruppen verzeichnet zu sein, die atz e.V. ist ein Verein der Selbsthilfe. Über das örtliche Freiwilligenzentrum kann man Mitarbeiter und Sprecher gewinnen.

Auslage von Infos

Die atz-Faltkarten und Infos über die örtliche Hörzeitung kann man bei der Stadtbücherei, der Seniorenberatung sowie den Sozialstationen von Paritätischem, DRK, Caritas auslegen. Informieren sollte man außerdem die Pflegedienste und den Senioren- und/oder Behindertenbeirat.

Für das Abo einer atz-Hörzeitung wird kein Nachweis der Blindheit verlangt. Um weder die Gemeinnützigkeit der atz noch den kostenlosen Versand als Blindensendung zu gefährden, sollten mögliche Abos für nicht sehbehinderte Kranke oder Pflegebedürftige aber nicht öffentlich „beworben“ werden!

Mehrwert der Hörzeitung

Auch wenn viele Blinde das Internet oder kommerzielle Hörbücher nutzen, haben wir Alleinstellungsmerkmale, die wir positiv darstellen können:

  • Menschliche Stimmen statt monotoner synthetischer Computer-Stimme
  • Hintergründe statt Häppchen
  • Klar strukturierte Informationen
  • Blindenfreundliche Nutzbarkeit durch Daisy
  • "Überall-Medium" - mit dem mobilen Daisy-Player flexibel zu hören.

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