Hörmedien für
Sehbehinderte
und Blinde

Kleiner. Schneller. Besser. Eine Reportage aus unserer Pressezentrale.

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Man braucht nur wenig technischen Aufwand, um jede Woche bis zu 3000 Cds mit Hörzeitungen zu versenden. Zu Cassettenzeiten war das noch anders. Ein Bericht aus dem Alltag unserer Vertriebsmitarbeiterinnen. Und eine Bilderschau mit Audiodeskription dazu.

Unsere erste "Bundes-Freiwillige" Manuela Manske zeigt in einer Dia-Schau (als Film oder als Ton mit Bilderläuterungen) ihren Arbeitsplatz; seit 2011 haben wir unsere BFD-Stelle jedes Jahr neu besetzt.

Wenn Sie lieber lesen, erfahren Sie hier mehr über den Alltag unserer Vertriebsmitarbeiterinnen:

Seit 1972 die ersten Hörzeitungen aus einem Holzmindener Kellerstudio verschickt wurden, hat atz Hörmedien viele Veränderungen erlebt. Die letzte ist gerade durch - und heute passt alles, was mit Kopieren und Versand der Hörzeitungen zu tun hat, wieder in einen einzigen Raum. Sonst ist alles anders als in den 40 Jahren zuvor.

Zivildienstleistende, die vor Bergen von Versandbeuteln sitzen und Cassetten auspacken -  lange her? Dass CDs von den Hörern zurückgeschickt wurden und aussortiert werden mussten, hat es noch vor kurzem gegeben. Zivis auch ...

Mittlerweile ist alles anders. Wenn "Vertriebschefin" Martina Arens morgens um acht Uhr auf den Hof der Post in Holzminden fährt, muss sie keine Kisten stemmen. Nur ein paar rote Beutel mit Hörzeitungen zum Kopieren übernimmt sie gleich am Post-LKW.
Entsprechend viel Platz ist in der Vereinszentrale: Wo früher die Mehrweg-Verpackungen für die Hörzeitungen archiviert waren, lagert heute Material. Alle zwei Monate 20.000 CDs, ebenso viele Kartonhüllen für den Versand, dazu Etiketten und Farbbänder - eine halbe Tonne wiegt die Palette.

Auch das Kopierstudio hat nichts mehr gemein mit den alten Bildern: Kopierstraßen für Bänder und Cassetten haben ausgedient. In zwei Kopiertürmen brennen handelsübliche Computerlaufwerke die Daisy-CDs. Sind erstmal die Kopiervorlagen vorbereitet, kann man hier die Tagesproduktion nach und nach abrufen.

Handarbeit ist dabei immer noch gefragt; Einlegen und Entnehmen der jeweils 15 CDs eines Kopierlaufes schafft „Bufdi“ Vanessa Möhleke schneller und sicherer als teure Maschinen. Bei den meist kleinen Auflagen lässt sich auch das Eintüten nicht automatisieren.

Zum Schluss spuckt die Kundendatenbank die Adressen aus dem Drucker: Das Etikett verschließt die Kartonhülle „offen“ - kontrollierbar, wie es die Post für portofreie Blindensendungen verlangt.
Aufregend ist dabei weniger der Maschinenpark als die Fingerfertigkeit der Mitarbeiterinnen, die die Etiketten so schnell verkleben, wie sie der Drucker zur Verfügung stellt. Wenn ein Hörer seine Zeitung direkt zum Download will, dann steht sie in diesem Moment schon für ihn bereit.

Analoge Technik war hörbar und sichtbar. Vieles läuft heute halbautomatisch im Hintergrund. Es  braucht nur ein paar Mausklicks, um die Zusendungen unserer Redaktionen oder Auftraggeber zu überprüfen, notfalls anzupassen und zum Kopieren bereit zu stellen.

Nur wenn „exotische“ Dateiformate oder dumpfe Cassettenaufnahmen die Vorlage für die Hörzeitung sind, kommt die Automatik schon mal an ihre Grenzen. Manchmal auch der Mensch, der sich der Sache dann annimmt ...

Ein kleines Aufnahmestudio, bescheidene Büros für Geschäftsführer und Verwaltung - man braucht nicht viel, um (wenn nötig) auch mal 1500 CDs am Tag auf den Postweg zu bringen, die übrigens in zwei handliche Postkisten passen.

Eine monotone Geräuschfolge aus der Teeküche drängt sich in die Gedanken: Ein Roboter, der brav eine CD nach der anderen in Kopierlaufwerke legt, wieder herausnimmt, in eine Druckerschublade packt, erneut greift und ablegt. Wunderbar geeignet für alle Sonderfälle: Individuell zusammen gestellte Hörproben oder CDs, bei denen der Aufraggeber ein gedrucktes Label erwartet. Und, ja, das Ding bewegt sich und macht Lärm.

Wer sagt, bei uns gäbe es nichts zu erleben?

 

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