Hörmedien für
Sehbehinderte
und Blinde

Daisy - die digitale Zukunft hat begonnen

Was wird neu beim Umstieg von Cassette auf Daisy-CD ?

Digital kann die Hörzeitung endlich neue Wege gehen

Jahrelang hat sich nichts geändert an unseren Hörzeitungen. Woche für Woche haben wir unseren Hörerkreis bedient. Manchmal haben wir uns gewundert, warum wir für die Cassette nur schwer neue Hörer fanden. Vielleicht haben manche nur darauf gewartet, ein technisch zeitgemäßes Hörmedium zu bekommen? Jetzt ist es da - und wir dürfen es gestalten.

Die Cassette gehörte für uns Hörzeitungsmenschen so zum Alltag, dass wir leicht vergessen: In vielen Haushalten gibt es dafür kein Gerät mehr. Wer heute erblindet, kann aber meistens MP3-CDs hören - in der Stereoanlage, im DVD-Spieler oder am Computer. Neue Hörer erreichte man also mit dem Angebot der Daisy-/MP3-Hörzeitung eher leichter als zuvor.

Dank der neuen Technik können die Benutzer nun viel schneller aus dem Hörangebot das heraussuchen, was sie interessiert. Für Sehende ist direkter Zugriff ganz normal. Jetzt erst wird er Blinden möglich. In der Fülle von Medienangeboten ist er wichtiger denn je. Eine lokale Hörzeitung einfach durchlaufen lassen und jede Meldung aus jedem Dorf hören - wer hat denn dazu noch Zeit?

Freiheit für Redaktionen

Mit den neuen Möglichkeiten der Gestaltung muss sich aber nichts am Inhalt der Hörzeitung ändern. Jede Redaktion kann das selbst entscheiden. Versteht man die Technik als „dienendes Werkzeug“, wird klar: Fast nichts muss, manches aber darf sich wandeln.

Ein Beispiel: Wer bislang jeden Artikel mit einem Gong (als akustischem Trenner) einleitete, der wird dieses Signal nun besser ans Ende des Artikels setzen. Denn wenn der Hörer seine CD nach Schlagzeilen durchsucht, muss er nicht jeden Gongschlag hören.

Ob man aber weiter nur längere Hintergrundbeiträge vorliest, oder ob man mit kurzen Texten möglichst viele Themen und Ortschaften seiner Region berücksichtigt - das darf bleiben wie es Redaktion und Hörerkreis beliebt.

Chancen für Benutzer

Heute müssen wir beim Aufnehmen nicht mehr so genau auf Uhr oder Zählwerk schauen - auf eine Daisy-CD passen viele Stunden Ton. Wenn wir einfach ein wenig länger lesen als bislang, kann das die Hörer nur freuen. Sie können aus einem größeren Angebot wählen .

Der hoch anmutende Preis eines Daisy-Players stellt für manche eine Hürde da. Aber vor 20 Jahren hat man für ein gutes Cassettengerät auch schon mal ein halbes Blindengeld ausgegeben. Und dafür gab es ganz sicher keinen Zuschuss von der Krankenkasse.

Wer nur seine örtliche Hörzeitung nutzt, dem mag ein preiswerter MP3-Spieler genügen. Doch der Daisy-Player erschließt Blinden darüber hinaus neue Informationswelten. Das riesige Angebot von Neuaufsprachen der Blindenhörbüchereien wird ihnen ebenso zugänglich wie Informationsmedien, an die sich früher niemand heranwagte: Auch in 30 Stunden Mieterlexikon findet man dank Daisy schnell eine gesuchte Auskunft ...

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